Vom Geheimprojekt zum Kultrad

1978 - Das Geheimprojekt

Das RONAL-Turbo-Rad wurde auf eine vollkommen unkonventionelle Weise für den Motorsport entwickelt. Der Startschuss fiel ausnahmsweise nicht durch einen Beschluss der Geschäftsführung oder der Marketingabteilung. Vielmehr wurde es als "Geheimprojekt" in der knapp bemessenen Freizeit konstruiert. Wir verdanken das Kultrad der Initiative von Harald Ertl, der 1978 auf BMW 320 turbo den Titel des Rennsportmeisters holte. Der Deutsch-Österreicher ließ beim damaligen Entwicklungschef von RONAL so lange seinen Charme spielen, bis dieser das dreiteilige RONAL-Turbo-Rad entwarf. Parallel zu der tollkühnen Turbo-Vison konzipierte Harald Ertl einen Gruppe-5-Renner nach dem Vorbild des legendären Lotus Europa. Mit diesem Pioniergeist sicherte er sich eine enorme Publicity, ganz gleich, welchen Erfolg der Ertl-Lotus haben würde.

1979 - Auf der Zielgerade

Im Februar-Heft von Rallye-Racing weihte Harald Ertl zum ersten Mal die Fachwelt in seine engagierten Pläne ein. Schon in der Juni-Ausgabe titelt das Heft: "DAS IST ER! Ertls neuer Super-Lotus. Uwe Mahla stellte den innovativen Rennwagen ausführlich und an prominenter Stelle den staunenden Rallye-Fans vor. Deshalb erhielten die Räder auf der Sichtseite die markanten Gravuren "RONAL" und "RACING". Das Fahrzeug war mit Rädern der Größe 10x16“ vorne und 13x19“ hinten bestückt.

Endlich konnte der Entwicklungschef aufatmen. Das "geheime" RONAL-Racing-Rad erfreute sich der großen Aufmerksamkeit in der Fachpresse und brauchte nicht mehr hinter den Kulissen verborgen werden.

Am 2. und 3. Juni 1979 war es dann soweit: Das RONAL-Racing-Rad feierte sein Debüt beim 1000 km-Rennen auf dem Nürburgring. Unter den Konkurrenten fanden sich das Who is Who der Racing-, GT- und Tourenwagen. Ertl bewies im Training mit dem 19. Startplatz das Potenzial seiner Konstruktion. Im Rennen lag er bereits auf dem 12. Platz, bis er aus technischen Gründen aufgeben musste.  Doch schon drei Monate später sicherte sich Ertl in Hockenheim beim Rennen der Interserie den beachtlichen 5. Platz in der Division II.

1983 - Von der Piste auf die Straße:  Aus "RONAL RACING" wird "RONAL TURBO"

Im Sommer 1983 begann RONAL, das begehrte RONAL-RACING-Rad für die Ansprüche der Straße zu modifizieren. Um die optimale Funktionaliät und Kostenstruktur zu erreichen, wurde das  Meisterstück als einteiliges Aluminium-Gussrad mit pflegeleichter, glanzgedrehter Sichtseite ausgeführt. Die Gravur wechselte von "RACING" zu "TURBO". Der neue Name stand für die radialen Speichen, die in der Radinnenseite eine besonders gute Bremskühlung bewirkten. Kurz aufeinander folgten die Größen 6 1/2 und 7Jx15, 7 und 8Jx16, die in verschiedenen Anwendungen freigegeben wurden.

1985 - Der Test-Sieger

Auf dem Titelbild des Oktober-Heftes von "auto, motor und sport" ist das RONAL-Turbo-Rad der Star und wird im großen Räder-Test, den das RONAL Turbo als Testsieger abschließt,  als "Technik der Zukunft" gelobt.

1999 - Das RONAL Turbo wird neu aufgelegt

Auf der IAA 1999 in Franfurt/Main präsentiert RONAL das „neue“ RONAL  R10 Turbo. Ein neuer Look und technische Modifikationen waren nötig geworden, um auch aktuelle Fahrzeuge mit dem Turbo ausrüsten zu können.

2009 - Das Kultrad

25 Jahre nach seiner Markteinführung ist das RONAL-Turbo-Rad längst Kult geworden. Mit dem R50 AERO-Rad entwickelt RONAL das Turbo konsequent weiter, um den Kult in einer zeitgemäßen Variante für das dritte Jahrtausend fortzusetzen.